ARENA

29. internationales Festival für Tanz, Theater und Performance

Motto des Jahres 2019: Schuld und Bühne

19. - 23. Juni 2018

ARENA... der jungen Künste ist ein internationales Festival für Tanz, Theater und Performance, das jährlich in Erlangen stattfindet. Vier Tage lang präsentieren Künstlergruppen aus der ganzen Welt ihre Produktionen zum jährlich wechselnden Motto. Die zeitgenössischen, interdisziplinären, multimedialen oder experimentellen Produktionen werden an verschiedenen unkonventionellen Spielorten verteilt in Erlangen realisiert.
Parallel dazu sorgt ein Rahmenprogramm mit Workshops, Konzerten, Filmvorstellungen, Diskussionen und Installationen zur stetigen Unterhaltung und künstlerischen Inspiration. In unserem Festivalzentrum sind alle Festivalbesucher*innen, Helfer*innen, Künstler*innen und Interessierte herzlich zu einem heiteren Austausch und Entspannen eingeladen.

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Künstlervorschau 2018

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Vorwort - Schuld und Bühne

Sind wir schuldig?

Dem Theater des Jahres 2019 liegen einige Anklagen vor:
Instrumentalisierung, Grenzüberschreitungen, Feigheit. Die Liste der Vergehen junger Bühnen ist lang. Doch wer ist Kläger und was ist das Theater der Gesellschaft heute noch schuldig? Das Theater als vermittelnde Instanz steht im Konflikt mit der Vorstellung der Zweckfreiheit der Kunst. ARENA der jungen Künste möchte dieses Mal den internationalen Austausch junger Künstlergruppen auch auf struktureller Ebene fördern und philosophische Fragen aufwerfen - wie die nach der Schuld des Theaters.
Die Suche nach Moral, nach Gerechtigkeit, nach gesellschaftlichen Leitbildern ist seit jeher ein zentrales Thema in der Kunst und besonders im Theater. In der heutigen postmodernen Welt scheint die Grenze dessen, was auf der Bühne gezeigt werden darf und was nicht, zu verwischen. Wie darf mit Schuld, einem hoch relativen und kontextabhängigen Thema, im zeitgenössischen Theater umgegangen werden? Was darf man zeigen und was sollte endlich gezeigt werden?
Wir wollen Stellung beziehen. Dafür suchen wir mutige Künstler*innen, die Schuld als Potential künstlerischer Schaffensprozesse sehen und sich in ihren Werken auch unangenehmen Fragen stellen. Gleichzeitig wollen wir mit diesen Fragen neue künstlerische Freiräume schaffen und die Bühne selbst zum Gegenstand der Diskussion werden lassen. Wie können junge Bühnen noch mutiger sein? Wie kann ARENA noch freier sein? Schuld als Ausdruck künstlerischer Freiheit und Bühne als Ort dieses Ausdrucks.
Schuld im Konflikt mit Bühne. Schuld und Bühne.